Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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11.11.2006: Peace Counts Tübingen (Schwäbisches Tagblatt)

„Berichte über Krieg und Zerstörung machen regelmäßig Schlagzeilen, nicht aber Beiträge über Versöhnung und Wiederaufbau“, heißt es in der Ausstellung „Peace Counts (Frieden zählt) — Die Erfolge der Friedensmacher“, die gestern am frühen Abend in der Kreissparkasse Tübingen vor rund 120 Gästen eröffnet wurde. Sie zeigt mutmachende Friedensprojekte von Nordirland bis Südafrika. Organisatoren sind die Fotografen und Journalisten vom Projekt „Peace Counts“ und das Tübinger Institut für Friedenspädagogik. Ob in Irak, Tschetschenien oder Darfur: „Nirgends haben die Waffen den Frieden gebracht“, sagte Lothar Frick, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. „Es bedarf der Menschen, der Friedensmacher.“ Sie sind „nicht Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder Mutter Teresa, sondern ganz normale Menschen, die Mut haben“, sagte der „Peace Counts“-Gründer und Journalist Michael Gleich. Gleich war als Reporter in zahlreichen Konfliktgebieten. Die erreichten Erfolge mögen sich zunächst unspektakulär ausnehmen: „Dass in Nordirland katholische Schulkinder wieder ohne Polizeischutz durch ein protestantisches Viertel zur Schule gehen können,“ so Gleich. Zu verdanken war das zwei Ex-Terroristen von beiden Seiten. In einer Situation, in der die „permanente Darstellung von Gewalt“ alltäglich geworden ist, wünschte Frick der Ausstellung viele Besucher, die sich von den Friedensmachern dieser Welt inspirieren lassen. Das Institut für Friedenspädagogik bietet ein kostenloses Begleitprogramm für Schulklassen an.

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