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Nach dem Amoklauf vom 9.3.2009 in Winnenden begann im Mai 2009 ein kleiner Koordinationskreis unter Federführung des Kreisjugendrings Rems-Murr und der Volkshochschulen im Rems-Murr-Kreis mit Überlegungen zur Konzeption eines landkreisweiten Modellprojektes zur Gewaltprävention. Das Institut für Friedenspädagogik hat dieses Projekt von Anfang an mit entwickelt, beraten und begleitet. Das ift ist insbesondere auch im Bereich der Qualifizierung und Materialentwicklung für dieses Projekt tätig. Das Projekt „Lebenslinien“ fußt auf vier Säulen, die sich mit den Begriffen kapieren, koordinieren, informieren und ausprobieren beschreiben lassen.
Zunächst geht es darum, das Phänomen der Gewalt zu verstehen und verbindliche Qualitätsstandards für die präventive Arbeit mit Jugendlichen zu definieren. „Koordinieren“ umfasst die Schaffung von Netzwerken, die Herstellung von Kooperationen und die politische Arbeit. Mit „informieren“ werden Fortbildungsangebote, Multiplikatorenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit zusammengefasst. Im Bereich des „Ausprobierens“ fließen die Erkenntnisse in die praktische Arbeit mit Jugendlichen ein, sei es in der Jugendarbeit, in der Schule oder im Gemeinwesen.
Das Ziel des Projektes Lebenslinien ist die Förderung des gewaltfreien Zusammenlebens und die Schaffung einer Kultur des Friedens durch den Aufbau einer tragfähigen (Vernetzungs-) Struktur und die Entwicklung und Verortung von Maßnahmen und Projekten, die sich aktiv und jugendgerecht mit dem Thema Gewaltprävention befassen.
Projektbearbeitung: Günther Gugel
Förderung: Berghof Foundation for Conflict Studies