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Im Oktober 2009 führte das ift in Kooperation mit dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen zum dritten Mal eine Studienfahrt mit dem Kreuzfahrtschiff „Peace Boat“ durch. Die Exkursion beruht auf einer Einladung der japanischen NGO „Peace Boat“, deren Ziele u.a. in der weltweiten Förderung von Völkerverständigung, Frieden, Menschenrechte, Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung liegen. Die Leitung des sechszehnköpfigen „Peace Boat Team Tübingen 2009“ lag bei Uli Jäger (ift) und Sophia Benz (Institut für Politikwissenschaft, Universität Tübingen).
Die NGO „Peace Boat“ unterhält ein Schiff gleichen Namens als „schwimmende Friedensuniversität“. Zweimal im Jahr startet das „Peace Boat“ vom japanischen Yokohama aus zu einer Weltreise und steuert dabei vorrangig Häfen in aktuellen oder ehemaligen Konfliktregionen an. Den über eintausend japanischen Passagieren, Studierenden und internationalen Gästen an Bord wird ein friedenspädagogisch anspruchsvolles Bildungs- und Begegnungsprogramm angeboten. Das Programm wird sowohl an Bord als auch bei den Landgängen in Form von Workshops und Diskussionen mit WissenschaftlerInnen und VertreterInnen der jeweiligen Konfliktregionen und -parteien organisiert.
Die Tübinger Exkursion ist ein fester Bestandteil des Master-Studienganges Friedensforschung / Internationale Politik. In zwei Seminaren während des Sommersemsters 2009 bereiteten sich die Studierenden intensiv auf die Reise vor. Im Mittelpunkt standen Aspekte des interkulturellen und globalen Lernens, die Förderung individueller Konflikt- und Friedensfähigkeit sowie die Aneignung von Konfliktanalysekompetenzen. Stationen der Reise waren Izmir, Athen, Dubrovnik und Rom.
Projektbearbeitung: Uli Jäger, Nadine Heptner, Anne Romund