Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Grußwort von Bürgermeister von Kirchbach

Eröffnung der Ausstellung "Peace Counts", am 22.6.2007 in der Landeszentrale für politische Bildung, Außenstelle Freiburg

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
Ich freue mich sehr, heute bei der Eröffnung der Ausstellung Peace Counts als Vertreter der Stadt Freiburg sprechen zu dürfen.
Im Namen der Stadt möchte ich ein herzliches Dankeschön an die an diesem Ausstellungsprojekt beteiligten Institutionen und deren hier anwesenden Vertreterinnen und Vertretern übermitteln.

Der Dank gilt:

- der Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für Politische Bildung als Veranstalter hier vor Ort, heute vertreten durch Frau Lutz, die soeben gesprochen hat
- dem Peace Counts project, dessen Photos und Reportagen der Ausstellung zugrunde liegen.
Ein herzliches Willkommen an dieser Stelle an Herrn Gleich und den Gast aus Sri Lanka, Herrn Narasingham, auf den ich später noch einmal zurückkommen werde
- dem Institut für Friedenspädagogik Tübingen, das das dazugehörende Peace Counts School-Projekt zusammen mit Peace Counts und der Agentur Zeitenspiegel entwickelt hat.
Für diese Institutionen möchte ich herzlich Herrn Gugel und Herrn Reinhardt begrüßen
Der schön doppeldeutige englische Titel Peace Counts - „Frieden zählt“ u n d „Frieden rechnet sich“ führt unmittelbar ins Zentrum der Ausstellung bzw. des gesamten Projekts des Peace Counts-Netzwerks von Photographen und Journalisten.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
die nachfolgenden Redner werden Ihnen das Projekt genauer vorstellen. Deswegen möchte ich mich auf einige allgemeine Ausführungen beschränken.
In der Ausstellung Peace Counts werden nicht Pressephotos von Kriegsschauplätzen und Krisenherden in aller Welt gezeigt, so wie wir sie jeden Tag in den Medien sehen. Diese Ausstellung will mehr: Sie will Mut zur Veränderung und Mut zum Frieden-Stiften machen und sie will zum Engagement gegen Krieg aufrufen.
Reporter und Photographen von Peace Counts haben in den letzten drei Jahren verschiedene Krisenregionen weltweit aufgesucht und dort Menschen ausfindig gemacht und porträtiert, die „Friedensmacher“ sind.
Diese „Friedensmacher“ geben sich nicht damit zufrieden, dass sich Menschen in scheinbar unüberwindbaren feindlichen Lagern gegenüberstehen. Sie ergreifen Initiative und lösen mit friedlichen Mitteln Konflikte über politische, religiöse und ethnische Barrieren hinweg.
Einer dieser Friedensmacher ist heute unter uns: Herr Narasingham aus Sri Lanka.
Ihn möchte ich noch einmal herzlich begrüßen und ihm auch im Namen der Stadt Freiburg für sein friedensstiftendes Engagement danken.

Nachdem er 15 Jahre in Berlin gelebt hat, kehrt Herr Narasingham, ein Tamile, 1995 in sein Heimatland zurück. Nach Sri Lanka, ein durch den blutigen Bürgerkrieg zwischen der tamilischen Bewegung Tamil Tigers und der srilankischen Regierung traumatisiertes und teilweise zerstörtes Land.
Wie viele andere Beispiele in der Ausstellung zeigt sein Projekt SEED, das er nach seiner Rückkehr gegründet hat und das u.a. Häuser für Kriegswitwen gebaut hat und Lehrer für eine Taubstummenschule bezahlt, dass jeder Einzelne und jede Einzelne zählt.
Jeder Einzelne, jede Einzelne kann Frieden „säen“ und die Welt verändern - das ist die friedensbringende und mutmachende Botschaft von Peace Counts.
Besonders wichtig scheint mir der friedenspädagogische Ansatz dieses Projekts. Das mitveranstaltende Institut für Friedenspädagogik Tübingen bietet während der ganzen Ausstellungsdauer ein pädagogisches Begleitprogramm für Schulklassen aller Schularten ab Klasse 9 an.
Ich hoffe und wünsche mir, dass die „Erfolge der Friedensmacher“, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv auseinandersetzen werden, den Jugendlichen Mut machen, in ihrem Alltag in Konflikten gewaltfreie Lösungen zu finden, sich für andere einzusetzen und Zivilcourage zu zeigen. Oder wie es der verheißungsvolle Titel der ausgezeichneten Broschüre zum pädagogischen Begleitprogramm formuliert: Dass sie „lernen, wie man Frieden macht“!
Ich wünsche der Ausstellung und dem pädagogischen Begleitprogramm viel Erfolg!

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