Home / Themen / Gewalt gegen Ki... / Hessischer Leit... / Clevere Kids schützen sich vor Missbrauch
Deine Eltern haben Dich lieb, es ist schön, dass es Dich gibt! Dich gibt es nur einmal.
Du bestimmst, wer dich anfassen darf.
Du sagst laut Nein, wenn Du dich unwohl fühlst!
Gehe nicht mit Fremden.
Steige in kein Auto.
Frage Deine Eltern, wer Dich abholt.
Sei nicht dumm, halte Absprachen ein, denn versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen.
Du weisst:
Dein Körper gehört Dir!
Du kannst Deinen Gefühlen trauen!
Du darfst NEIN sagen, auch innerhalb Deiner Familie!
Du darfst Dir Hilfe holen!
Du kannst Deinen Eltern alles erzählen! Du brauchst Dich vor nichts und niemandem zu schämen!
Du gehst immer nur den Weg, den Deine Eltern Dir gezeigt haben. Da kennst du dich aus und weißt, wo Du im Notfall Hilfe findest.
Schrei so laut Du kannst, wenn Du Dich bedroht fühlst. Du kannst immer Hilfe holen. Du kennst den kostenlosen Polizei-Notruf 110 – an jedem Telefon.
Will Dich jemand anfassen, so wie Du es nicht magst, versteck‘ Dich nicht, sondern renn‘ zu anderen – renn‘ dorthin, wo es hell ist.
Du gibst Fremden weder Deinen Namen noch Deine Adresse. Nur Deine Lehrer, Deine Erzieher und die Polizei gehen sie etwas an.
Wer Deinen Namen kennt, muss noch lange nicht Dein Freund sein.
Eltern, so helfen Sie, Ihre Kinder zu schützen!
Ein selbstbewusstes Kind wird selten Opfer! Stärken Sie das Selbstbewusstsein der Kinder. Dies ist der wirksamste Schutz gegen Gewalttaten.
Kinder müssen NEIN sagen dürfen! Sie sind Fremden gegenüber zu nichts verpflichtet.
Machen Sie Kindern klar, dass Sie nie mit Fremden mitgehen oder zu ihnen ins Auto einsteigen dürfen. Treffen Sie mit Ihrem Kind eine klare Verabredung darüber, wer es abholt.
Halten Sie Ihr Kind zur Pünktlichkeit und Offenheit an, zur Einhaltung von Absprachen und fördern Sie es, dass es sich anderen Kindern anschließt.
Schaffen Sie ein Vertrauensverhältnis zu Ihren Kindern. Nehmen Sie sich dafür täglich Zeit. Ihr Kind muss Ihnen immer alles erzählen können.
Finden sie mit Ihren Kindern „Rettungsinseln“ – ein Geschäft, eine belebte Straße oder ein Haus, wo es klingeln kann. Überprüfen Sie die Wege Ihres Kindes.
Üben Sie mit den Kindern, um Hilfe zu bitten oder zu rufen (auch per Telefon, Notruf 110 kostenlos).
Will ein Täter ein Kind anfassen, soll es sich nicht verstecken, sondern dorthin gehen, wo Menschen sind und wo Licht ist.
Bringen Sie Namensschilder auf Innenflächen von Schulranzen, und Rucksäcken an. Ansonsten kann ein Fremder das Kind mit Namen ansprechen und damit ein falsches Vertrauen gewinnen.
Üben Sie mit Ihrem Kind folgende Regeln:
Mein Körper gehört mir!
Ich traue meinem Gefühl!
Ich darf NEIN sagen, auch innerhalb meiner Familie!
Ich darf Hilfe holen!
INITIATIVE GEGEN KINDERMISSBRAUCH
Eine breit angelegte Aktion an Schulen und Kindergärten soll vorbeugende Tipps für Kinder, Eltern und Erzieher geben, um potentielle Täter abzuschrecken. Jedes Kind hat bessere Chancen sich selbst vor Missbrauch zu schützen, wenn es weiss, wie es sich zu verhalten hat.
Eine Initiative der Hessischen Landesregierung und des Verbandes der Hessischen Zeitungsverleger gegen Kindesmissbrauch. Unterstützt durch: „Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not“ e.V.
Text einer Anzeige in der Frankfurter Rundschau, 3.8.2001, S. 5.