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Kinder übersetzen im Spiel Aspekte der Erwachsenenwelt in ihre eigene Sprache. An ihren Spielen kann man ablesen, welche Teile des Erwachsenenlebens für sie besonders wichtig sind.
Der Reiz des Spiels liegt für Kinder darin, im Spiel völlig selbst bestimmen zu können und nicht an den Maßstäben und Ansprüchen der Erwachsenen gemessen zu werden.
Desweiteren spielt beim Spiel die Suche nach Spannungsmomenten eine wichtige Rolle und schließlich geht es in Spielen auch um die Bewältigung bestimmter Themen, um die Lösung bestimmter Probleme, d. h.: um ein tiefenseelisches Geschehen, das im Spiel bearbeitet und entwickelt wird und das wir erst nach und nach kennenlernen und zu deuten verstehen.
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Kinder müssen spielen "Alle jungen Säugetiere spielen, so auch die Menschenkinder. Ich beobachte es hier auf unserer Farm: Hündchen, Kätzchen, Lämmer spielen. Es liegt in ihrer Natur. Das Spielen ist eine frühe Übung, das kommende Leben zu bewältigen. Leider auch später zu vergewaltigen. Das Industriezeitalter, geboren in Kohle und Dampf, hat das billige, in Massen produzierte Spielzeug erzeugt. Von Märklin bis Mattel ist es ein Riesengeschäft geworden. Auch ein Spiegel der Gesellschaft." Toni Ungerer, Kinderbuchautor |
Günther Gugel: Augen auf beim Spielzeugkauf. Was Sie über Gewaltspielzeug und Gewalt in Medien wissen sollten. Tübingen 1998, S. 2.