Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Definition und Verbreitung von Kriegsspiel und Kriegsspielzeug

Als Kriegsspielzeug können alle Gegenstände bezeichnet werden, die Waffen und militärische Ausrüstung darstellen, waffenähnliche Gegenstände, Nachbildungen von Tötungsgeräten aller Art, elektronische Kriegs- oder Jagdspiele und Strategiespiele, die die Zerstörung oder Vernichtung des Gegners zum Ziel haben und die dazu geeignet sind, beim Kind oder Jugendlichen Phantasien über gewalttätige Auseinandersetzungen bzw. Kampfhandlungen auszulösen oder zum Nachspielen solcher Szenen anregen.

Bernhard Krohner trennt Kriegsspielzeugzunächst in eine subjektive und objektive Kategorie, um deutlich zu machen, was unter Kriegsspielzeug verstanden werrden kann. Ausgehend vom subjektiven Verwendungszusammenhang wäre dann "jedes Spielzeug und jeder Gegenstand, mit dem Kinder und Jugendliche Krieg spielen", als Kriegsspielzeug zu bezeichnen. Auf dem Hintergrund einer objektiven Definition ist Kriegsspielzeug ein Spielmittel, das den Wert "Krieg" thematisiert. Als Synthese dieser beiden Ansätze ließe sich Kriegsspielzeug dann als "dasjenige Spielzeug, das Krieg abbildet und mit dem Krieg gespielt wird", bezeichnen.

Da Kriegsspielzeug kein Fachausdruck der Spielwarenbranche ist, gibt es auch keine einheitliche Definition. Dies hat vor allem Konsequenzen, wenn man Aussagen über die Verbreitung von Kriegsspielzeug machen möchte.

Günther Gugel: Erziehung und Gewalt. Waldkirch 1983, S. 82f.

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