Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

Home / Themen / Kriegs- und Gew... / Zur Wirkung von... / Annahmen über mittelfristige und langfristige Wirkungen

Annahmen über mittelfristige und langfristige Wirkungen

These 5. Mittelfristig beeinträchtigt dieses Spielzeug weder kooperatives noch leistungsorientiertes Verhalten. Es erhöht auch nicht aggressives Verhalten in Situationen, in denen Kriegsspielzeug nicht mehr zur Verfügung steht. Sobald es aus dem Blickfeld verschwindet, verschwinden aggressive Verhaltensweisen.

These 6. Mit Vorbehalt läßt sich auch die Frage nach langfristigen Wirkungen negativ beantworten. Gegenwärtig ist ein solcher Effekt nur bei wenig aggressiven Jungen nachgewiesen.

Dazu muß gesagt werden, daß dieser Befund auf Schätzungen beruht und nicht auf Beobachtungswerten, wie sie allen anderen Thesen zugrundeliegen. Diese These sagt also nicht: Langfristig zeigt Kriegsspielzeug keine Wirkung. Sie sagt: Erwachsene stellen aufgrund ihres Erinnerungsvermögens keine Zunahme an Aggressivität im Verhalten fest, in einem Verhalten, das sie bestenfalls beiläufig, nicht aber gezielt auf aggressive Momente hin verfolgt haben.

Daraus muß der Schluß gezogen werden, daß langfristige Effekte bislang noch nicht angemessen untersucht wurden.

B. Kroner, in: Psychologie heute 12/77

Eine PDF-Version dieser Seite herunterladen

Aktuelles / Blog

Veranstaltungen

Peace Counts School