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Antike – Feldherr, Schreiber und Bote als Kriegsberichterstatter – Ziele: Desinformation des Gegners, Beeinflussung der öffentlichen Meinung, Erzeugung von Ruhm Frühes 19. Jahrhundert – Entwicklung von „Massen“medien und „Massen“krieg – erste „unabhängige“ Kriegsberichterstatter – Zielerweiterung: Auflagensteigerung durch Kriegsberichte – Krimkrieg als erster „Pressekrieg“ – Präzedenzfall: die Zensur im Krimkrieg (1856) Das „Goldene Zeitalter“ von 1860 bis 1914 – Institutionalisierung des Berufstandes der Kriegskorres-pondenten – Mediale Inszenierung von Krieg als „fernes Abenteuer“ – Neue Technologien (Fotografie, Telegrafie – neuer Aktualitätshorizont) Der Erste Weltkrieg – Aufbau großer Propagandaapparate zur „geistigen Kriegsführung“ – starre und restriktive Handhabung von Zensur und Presselenkung – Wirkungshypothese: „Versagen der Publizistik“ bei der Erzeugung von Kriegsbegeisterung Der Zweite Weltkrieg – Expansion und Perfektionierung der Informationslenkung: Von der Zensur und Nachrichtensperre zum Informationsmanagement – Erster Kriegseinsatz von Hörfunk und Film Der Vietnamkrieg – Fernsehberichterstattung ermöglicht ersten „Krieg im Wohnzimmer“ – Erster (und bisher einziger) Krieg ohne offizielle Zensur – Wirkungshypothese: Medienberichterstattung erzeugt Anti-Kriegs-Stimmung Vom Falklandkrieg bis heute – Kriege ohne „journalistische Zeugen“ – „Echtzeit“-Berichte über den Krieg durch Satelittentechnologie
Martin Löffelholz (Hrsg.): Krieg als Medienereignis.Opladen 1993.
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