Anfragen und Probleme
Es zeichnet sich ab, daß in Zukunft
- zunehmend mehr (Bildungs-)Organisationen im Web vertreten sein werden;
- die Angebote und die Struktur des Netzes immer unübersichtlicher werden;
- höhere Qualitätsstandarts von den Nutzern gewünscht werden;
- mehr technische Möglichkeiten zur Verfügung stehen werden (schnellere Übertragungswege, verstärkt Angebote von Videos und Tönen);
- eine zunehmende Kommerzialisierung stattfinden wird, in deren Kontext sich verstärkt kostenpflichtige Angebote ausbreiten werden;
- Pusch-Angebote im Abo-Stil auch in der Bildungsarbeit eine größere Rolle spielen werden.
- Vor diesem Hintergrund sind mit dem Aufbau und dem Betrieb von Bildungsservern eine Reihe von Problemen und Anfragen verbunden:
- Wo haben Bildungsserver ihren Platz in der Bildungslandschaft, welche (Teil-)Bereiche des Lehrens- und Lernens sollen sie unterstützen oder gar übernehmen? Werden Bildungsserver primär als technische Hilfsmittel, als Bildungsplattform oder als eine eigenständige Lernumgebung gesehen?
- Auf der didaktischen Ebene ist das Verhältnis von Internet und herkömmlichem Unterricht zu klären. Damit verbunden ist auch die Frage, wie selbstgesteuertes, selbstentdeckendes und soziales Lernen mit diesen Medien gefördert werden kann.
- Die Frage, welche Wirklichkeit eigentlich dargestellt bzw. neu geschaffen wird, wird im Kontext des Problems, wie wir eigentlich von Information zu Wissen kommen zu einem zentralen Aspekt des Umgangs mit neuen Medien.
- Wie die neue Medien zu durchschaubaren und handhabbaren Werkzeugen und Lernumgebungen für alle gemacht werden können, entscheidet über den Nutzwert für "Lehrende" und "Lernende".
- Zu klären ist auch, welche Rolle neue Medien im Kontext von Schulentwicklung haben (können), welchen Beitrag sie zur Entwicklung der Schule als soziale Gemeinschaft zu leisten imstande sind.
- Die mit der Nutzung neuer Medien zu beobachtende tendentielle Aufhebung der traditionellen Trennung von "Lehrenden" und "Lernenden" bringt grundsätzliche Anfragen an die Struktur unseres Bildungssystems und das Verständnis von Lehren und Lernen mit sich.
Vor diesem Hintergrund sind mit dem Aufbau und dem Betrieb von Bildungsservern eine Reihe von Problemen und Anfragen verbunden:
- Wo haben Bildungsserver ihren Platz in der Bildungslandschaft, welche (Teil-)Bereiche des Lehrens und Lernens sollen sie unterstützen oder gar übernehmen? Werden Bildungsserver primär als technische Hilfsmittel, als Bildungsplattform oder als eine eigenständige Lernumgebung gesehen?
- Auf der didaktischen Ebene ist das Verhältnis von Internet und herkömmlichem Unterricht zu klären. Damit verbunden ist auch die Frage, wie selbstgesteuertes, selbstentdeckendes und soziales Lernen mit diesen Medien gefördert werden kann.
- Die Frage, welche Wirklichkeit eigentlich dargestellt bzw. neu geschaffen wird, wird im Kontext des Problems, wie wir eigentlich von Information zu Wissen kommen zu einem zentralen Aspekt des Umgangs mit neuen Medien.
- Wie die neue Medien zu durchschaubaren und handhabbaren Werkzeugen und Lernumgebungen für alle gemacht werden können, entscheidet über den Nutzwert für "Lehrende" und "Lernende".
- Zu klären ist auch, welche Rolle neue Medien im Kontext von Schulentwicklung haben (können), welchen Beitrag sie zur Entwicklung der Schule als soziale Gemeinschaft zu leisten imstande sind.
- Die mit der Nutzung neuer Medien zu beobachtende tendentielle Aufhebung der traditionellen Trennung von "Lehrenden" und "Lernenden" bringt grundsätzliche Anfragen an die Struktur unseres Bildungssystems und das Verständnis von Lehren und Lernen mit sich.
Auf der UNESCO-Konferenz "Infoethics '98" wurden zentrale gesellschaftliche Spannungsfelder im Kontext von Onlinemedien benannt: Zu diesen zählen: (30)
- Die informationelle Freizügigkeit gegenüber einem wachsenden Bedarf an international gewährleistetem Schutz vor Mißbrauch.(31)
- Die Informationsvielfalt gegenüber wachsender Konzentration auf den Informationsmärkten mit ihrer Trendenz zur Monopolisierung von Inhalten.
- Die Sicherung des geistigen Eigentums gegenüber dem Recht auf freien Zugang zur Information.
Die informationelle Freizügigkeit wird nur genutzt werden, so die Konferenz, wenn keine Angst vor Mißbrauch vorhanden ist. Die Frage ist also, wie kann man Vertrauen entwickeln. Die TeilnehmerInnen der INFOethics 98 haben einen interessanten Vorschlag unterbreitet: Sie plädieren für den Aufbau von "Nets of Trust" - "Vertrauensnetzen" in denen die Partner und die Inhalte ein "Gütesiegel" erhalten.(32)
Auch Bildungsserver müssen einer besonderen Qualität ihres Angebotes verpflichtet sein. Vielleicht sollten sie sich einem eigenen Gütesigel unterwerfen und dieses offensiv vertreten.
"Multimedia wird das Lernen verändern. Das ist sicher. Aber völlig offen ist, was sich wie ändern wird." So das bereits Eingangs erwähnte Zitat von Herbert Kubicek.
Die Veränderungen werden kommen. Aber wir können und sollten sie mitgestalten.
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