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1 AG4: Bildung und Medienkompetenz im Informationszeitalter. Bonn 1998, S. 14 2 Jacques Delors u.a.: Lernfähigkeit: Unser verborgener Reichtum. UNRSCO-Bericht zur Bildung für das 21. Jahrhundert. Neuwied 1997, S. 55. 3 So heißt es z.B. in der vom baden-württembergischen Ministerium für Kultus und Sport 1998 initiierten "Medienoffensive Schule": "wichtigstes Ziel der Medienoffensive Schule ist es, die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern zu fördern." Baden-Württemberg Media, 25.4.1998. 4 Hartmut von Hentig: "Wo keine Freude ist, ist auch keine Bildung. Hartmut von Hentig: Bildung. München 1996, S. 78. 5 Peter Diepold: Bildungsserver. In: Herbert Kubicek u.a. (Hrsg.): Lernort Multimedia. Heidelberg 1998, S. 148. Peter Diepolz beschreibt die Aufgaben von Bildungsservern: - als Verweissystem für die Dokumentation von Materialien, die im Netz bereitstehen, und für die rasche Auffindbarkeit von Dokumenten, Aktivitäten, Institutionen und Personen, - als Distributionssystem zur Bereitstellung vielfältiger Materialien im Internet für den Unterricht, die Unterrichtsvorbereitung, für die Schulverwaltung und für die Wissenschaft - als Kommunikationsplattform für die schulinterne, regionale, länderübergreifende und internationale Kooperation zwischen Lehrer, Schülern, Wissenschaftlern, Bildungsverwaltern, Journalisten u.a. Vgl. ebd. 6 Landesinstitut für Schule und Weiterbildung: Vorschlag für die pädagogische Konzeption des NRW-Bildungsservers. Soest 1996, S. 7 Die Aufgaben des Bildungsservers "Learn-Line" werden in vier Bereichen gesehen: - Zur Unterstützung von Lernprozessen, d.h. als neue Medien für fachliches und überfachliches Lernen, - zur Unterstützung bei der Planung und Auswertung von Lernprozessen, - zur Intensivierung der Zusammenarbeit der Lehrenden untereinander und mit anderen - zur Unterstützung bestehender und zur Erprobung neuer Formen von Fortbildung und Beratung. Multimedia und Telekommunikation werden darüber hinaus selbst zum Gegenstand von Betrachtungen und zum Inhalt von Lernen". Ebd, S. 7. 7 Diese Definition schließt bloße bildungsrelevante Materialsammlungen und Archive aus. 8 Friedrich Hagedorn: Pädagogische Metamorphosen. Zum Wandel der Bildungsorganisation in der Mediengesellschaft. In: Herbert Kubicek u.a. (Hrsg.): Lernort Multimedia. Jahrbuch Telekommunikation und Gesellschaft 1998. Heidelberg 1998, S. 65 ff. 9 Es gibt eine Reihe von interessanten vorfindbaren Projekten. Hierzu gehören u.a.: Globe-Germany, Bosnische Kids online, Kidlink usw. 10 Oskar Negt sieht die "technologische Kompetenz" als eine von fünf Spezialkompetenzen für ein zukünftiges Lernen: "Im konservativ-liberalen Lager glaubt man, der neuen Technologien Herr werden zu können, indem man die Menschen mit umfangreichen technischen Informationen ausstattet. Die Schulen werden mit Computern bestückt, um den Schülern technische Vorgänge nahezubringen; Anschluß an das Internet gilt als der letzte Schrei. Tatsächlich ändert sich aber in dem fremden und entfremdeten Verhältnis zwischen Mensch und Technik dadurch überhaupt nichts. Es handelt sich ausschließlich um eine größere Bedienungskompetenz dieser Apparate, die in ihrer Struktur undurchsichtig und deren gesellschaftliche Wirkungen unaufgeklärt bleiben. Könnten die Schüler diese Apparate auseinandernehmen, um zu sehen, wie sie zusammengebaut sind und wie sie im Inneren funktionieren, und sie dann für das verwenden, was ihnen selbst wichtig erscheint, so wäre das ein erster Schritt des produktiven und kritischen Umgangs mit den Technologien." Oskar Negt: Lernen in einer Welt gesellschaftlicher Umbrüche. In: Heinrich Dieckmann / Bernd Schachtsiek (Hrsg.): Lernkonzepte im Wandel. Die Zukunft der Bildung. Stuttgart 1998, S. 36. Ein Beispiel eines solches Vorgehens ist das von der Organisation "Kinderberg" durchgeführte Projekt "Bosnische Kids online". 11 Die formale Trennung in Bundes-, Länder- und Ortsebene betrifft natürlich nur die Organisationsform der Anbieter bzw. deren primär anvisierte Zielgruppen. Auf die Serverangebote kann i.d.R. überall zugegriffen werden. Die hier genannten Bildungsserver haben exemplarischen Charakter und beanspruchen nicht einen umfassenden Überblick zu geben. 12 (Existiert nicht mehr) http://www.dbs.de 13 Vgl. Diepoltz in Kubicek, a.a.O. Über das Angebot des DBS schreibt Diepolz: "Auf dem DBS findet der Nutzer Informationen über die Ressourcen des Bildungsbereichs (sog. Meta-Daten), die - nach bestimmten Kriterien aufgearbeitet, - sinnvoll strukturiert, - für eine bestimme Zeit ("Verfallsdauer") präsent gehalten und vor allem - nach unterschiedlichen Themen, für verschiedene Benutzergruppe, für vielfältige Zwecke aufbereitet, - möglichst umfassend und aktuell und - nach benutzerfreundlichen Gesichtspunkten recherchierbar sind. Vgl. Diepolz, a.a.O. 16 Ziel ist es, "Unterrichtsmaterialien einzugeben und nach Fächern, Klassen und den Lehrplänen der verschiedenen Bundesländer und Schultypen zu gliedern." http://www.zum.de 17 Dieser Bereich wird im Folgenden jedoch nicht weiter berücksichtigt. 18 Für Schülerinnen und Schüler ist der Bildungsserver - Werkzeug zur Recherche von themenbezogenen Informationen und - Lernumgebung für entdeckendes Lernen und Phasen selbständiger Arbeit für Lehrerinnen und Lehrer - Materialangebot bei der Unterrichtsvorbereitung - Kommunikatins- und Kooperationsmediumbei der Unterrichtsvorbereitung - Lernumgebung für die Fortbildung." Gabriele Behler: Multimedia und Telekommunikation in der Schule. In: Kubicek u.a.: Lernort Multimedia. Heidelberg 1998, S 179: Ob Server der Oberschulämter auch als Bildungsserver, oder vielmehr als administrative Informationsorgane zu werten sind, müßte speziell diskutiert werden.
19 Nordrhein-Westfalen: Arbeitsbereich Umwelt, Entwicklung, Gesundheit auf dem Landesserver "Learn-Line": http://www.learn-line.nrw.de/Themen/UmweltGesundheit/index.htm
Hessen: Globales Lernen/Eine Welt: http://www.bildung.hessen.de/anbieter/help/fstein/falkst/global Hamburg: Globales Lernen: http://www.hh.schule.de/globlern
Bremen: Umwelt und Entwicklung: http://www.lis.bremen.de/wis/fup/arbeitsfelder/uwe 20 B.B. das Projekt "Kreuzzüge" des Zeppelin-Gymnasiums Konstanz oder die Life-Cam über Falkenaufzucht des städtischen Gymnasiums Linz. 21 Als "Ausnahmen" können hier u.a. erwähnt werden das Dritte-Welt-Haus Bielefeld (http://www.welthaus.de), Der Verein für Friedenspädagogik Tübingen (http://www.global-lernen.de)
22 http://www.global-lernen.de/brot/index.htm 23 Dieses Mitteleinsparung wird vor allem durch die Standartisierung von Wissensvermittlung erreicht. Gerhard Zimmer meint: "Multimediale Lernprogramme werden entsprechend des Rationalisierungskalkühls geschaffen, um die personelle Vermittlung von Lern- und Informationsinhalten zu substituieren. Gerhard Zimmer: Revolutioniert Multimedia Bildungsprozesse. In: DIE (Hrsg.): Multimedia in der Umweltbildung. Frankfurt/M. 1997, S. 27. 24 So werden z.B. 1998-2002 in Baden-Württemberg 100 Millionen DM zusätzlich für die Medienausstattung an Schulen bereitgestellt. Gemeindetag Baden-Württemberg, Pressemitteilung 14.1.1998. 25 Die Zeit 6/99, S. 27 26 Vgl. Die Kriterien der Strategieberater Erres & Partner zum Online-Lernen im betrieblichen Bereich. http://www.global-learning.de 27 Unesco-Bericht zur Bildung für das 21. Jhd. beschreibt vier Säulen einer zukünftigen Bildung: 1. Lernen, Wissen zu erwerben, Beherrschung der Erkenntnisinstrumente, Lernen lernen. 2. Lernen zu handeln, also, wie kann man gelerntes praktisch umsetzen. 3. Lernen zusammenzuleben, lernen mit anderen zu leben. Wie kann man Respekt vor anderen Menschen, Kulturen und geistigen Werten vermitteln? 4. Lernen für das Leben, also wie kann man zu einer allumfassenden Entwicklung jedes Individuums beitragen. Bildung muß Menschen helfen, ihre eigenen Probleme zu lösen, eigene Entscheidungen zu fällen und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen Vgl. Jacques Delors, a.a.O., S. 74 ff. Inwieweit sich aus solchen Definitionen für die Bildungsaufgaben der Zukunft Kriteriensätze für Bildungsserver anleiten lassen, müßte noch speziell geprüft werden. 28 Vgl. K. Peter Fritzsche (Hrsg.): Schulbücher auf dem Prüfstand. Perspektiven der Schulbuchforschung und Schulbuchbeurteilung in Europa. Frankfurt/M. 1992. Als Minimalkonsens bei der Schulbuchbeurteilung wird festgehalten: 1. wissenschaftliche Angemessenheit der Darstellung 2. Didaktischer Standart 3. Vorurteilsfreiheit und Vorurteilskritik 4. Transparenz der Werte und Standpunkte 5. Angemessene Bildrethorik (Bildmanipulation) Die wirkungsorientierte Schulbuchforschung unterscheidet: - Wirkung auf Schüler: Verständnisebene, Interessenlagen, selbständige Aneignung) - Wirkung auf Lehrer: fachlich-methodisch, Informationsgehalt, Einfluß auf Einstellungen, Denkgewohnheiten, Verhaltensweisen - Wirkung auf Öffentlichkeit: Reaktion von Eltern, Presse, Parteien etc. - Wirkung auf internationale Beziehungen: Wie werden andere Länder, Völker etc. dargestellt?, Vorurteile und Ressentiments, Schaffung von Toleranz etc. Für den Bereich des Globalen Lernens vgl. den Kriterienkatalog des "Forums für Eine Welt": "Kriterien der Evaluation" in: Schweizer Lehrerzeitung, 5/96, S. 3. 29 Peter Weinbrenner: Grundlagen und Methodenprobleme sozialwissenschaftlicher Schulbuchforschung. In: K. Peter Fritzsche (Hrsg.): Schulbücher auf dem Prüfstand. Perspektiven der Schulbuchforschung und Schulbuchbeurteilung in Europa. Frankfurt/M. 1992, S. 48. 30 Verena Metze-Mangold: "Infoethics '98". Die UNESCO sucht ihre Rolle im internationalen System. In: UNESCO heute, 4/1998, S. 95. 31 Mißbrauch reicht vom - rechtswidrigen Zugriff (Hacking) über - Manipulation und Sabotage (z.B. gegen die Flugsicherung), - Geheimnisbruch (auch gegenüber Privatpersonen, unerlaubtes Erstellen von "Nutzerprofilen"), - Verstöße gegen das Urheberrecht, - Betrug am Verbraucher oder - Geldwäsche bis hin zu - Drogenhandel, illegalem Waffenhandel, verbotenen Glückspielen und sonstigen Straftaten. Zu den potentiellen Mißbrauch darstellenden Inhalten gehören etwa die Verbreitung von - Rassismus, Terrorismus, Verleumdungen, Kinderpornographie und obszönen Darstellungen. Vgl. Peter P. Canisius: Infoethis '98 Grenzen der Netzwerke. In: UNESCO heute, 4/1998, S. 99 f. 32 In dem sich u.a. die Informationsanbieter, Informationsvermittler und die Nutzer freiwillig einer nachprüfbaren Indentitätskontrolle unterwerfen. Vgl. Ebd., S. 101 |
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