Home / Themen / Medien - Gewalt... / Fernsehalphabet / Betroffenheit
Das Fernsehen kann durch Bild und Ton Betroffenheit auslösen, das heißt, Bilder sprechen die Affekte an und lösen z.B. Angst, Schrecken, Mitleid oder Entsetzen aus. Aus der Forschung wissen wir, daß Kinder und Erwachsene hier sehr unterschiedlich reagieren. Zur Auslösung von Betroffenheit müssen Emotionen angesprochen werden.
positiv: Betroffenheit kann zur Handlung und dem Wunsch nach Veränderung führen. Das Gezeigte Ferne verbindet sich mit dem Hier und Jetzt. Fernsehen wird unter dieser Voraussetzung zum Motor für globales Denken und entwickelt eine Dynamik zur aktiven Mitgestaltung der Welt.
negativ: Meist greift das Fernsehen zu kurz und spricht nur temporäre Gefühlsregungen an. Wenn Ursachenanalyse oder Zukunftsperspektiven ausbleiben, stellt sich Folgenlosigkeit ein. Kriegsbilder laden immer wieder zum Voyeurismus ein. Ohne Hintergrund von Einzelschicksalen und geschichtlichen Zusammenhängen bleiben sie "schrecklich" und dienen lediglich als Nachricht mit verstecktem Unterhaltungswert.