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Es gehört zum Selbstverständnis des Fernsehjournalismus, daß Nachrichten im allgemeinen mit entsprechenden Bildern unterlegt sein müssen. Nicht immer sind Bild und gesprochenes Wort kongruent, es ist dies auch nicht immer erwünscht, um Brüche deutlich zu machen. Oft sind die Berichte der Korrespondenten von Kriegsschauplätzen mit Bildern fremder Agenturen unterlegt, weil das eigene Team zum Beispiel keine Möglichkeit für Aufnahmen hatte. Es wird demnach oft mit "Fremdmaterial" gearbeitet. Dies bringt Probleme für das Feature oder die Nachrichtensendung mit sich. In den Prozeß der "Bildproduktion" sind Redakteure, Kameraleute, Reporter, Cutterinnen und Agenturen zwischengeschaltet. Die sich daraus ergebenden Interdependenzen sind noch weitgehend unerforscht.
positiv: Das Bild (statisch oder in Bewegung) ist ein originäres "Zeichen" bei der Übermittlung von Informationen. Es definiert eine ganz bestimmte "Außenansicht" von Menschen und Dingen zu einem bestimmten Zeitpunkt.
negativ: Durch hektische Bilderfolge (Schnitt) entsteht beim Zuschauer der Eindruck von Tempo, Aktionismus und Aktualität. Der damit verbundene "Augenkitzel" ist typisch für viele Fernsehberichte. Das Tempo der Bilder (Schnitte) erschwert die mentale Durchdringung der gezeigten Wirklichkeitspartikel und verhindert schließlich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Film und seinem Gegenstand. Die Manipulierbarkeit von Bildern und ihre virtuelle Herstellung kann zu Zwecken der Nachrichtenverfälschung oder der Propaganda mißbraucht werden.