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Es ist zu unterscheiden die Darstellung von Kindern im Fernsehen und die Wirkung des Mediums auf Kinder. In der Kriegsberichterstattung und in den Reportagen aus der "Dritten Welt" spielen Kinder eine wichtige Rolle. Die Darstellung von Kindern und ihren Schicksalen können beim Zuschauer mit einer hohen Akzeptanz rechnen. Sie dienen oft auch als Kontrast-Bilder zu den Szenen aus der erwachsenen Welt. (Beispiel: Eine somalische Mutter schultert ihr hungerndes Kind; Kinder spielen im belagerten Sarajevo.) Der Zusammenprall von äußerem Leid, das die Erwachsenen zu verantworten haben, und kindlicher Unschuld stellen im Bild gegebenenfalls einen affektiven Dualismus dar. Kinder gehören zu den "Vielsehern", die sich die Bilder oft ohne pädagogische Hilfe anschauen müssen. Nachrichten für Kinder (ZDF-logo) sind die Ausnahme.
positiv: Wenn Kinder als integraler Bestandteil des sozialen Lebens gezeigt werden können und nicht als ornamentales Beiwerk. Es sind noch wesentlich mehr und sorgfältigere Kindersendungen zu fordern. Das gilt insbesondere für den Informationssektor Nachrichten und Magazine.
negativ: Die Negativbeispiele überwiegen im Fernsehalltag. Unverständliche Nachrichten, drastische Kriegs- und Katastrophenbilder tragen eher zu einer Verunsicherung der Kinder bei, als daß sie der pädagogischen Differenzierung dienlich sind. Theunert und Schorb betonen: "Kinder sind neugierig und interessiert an der Welt und sie haben Fragen, auf die sie Antworten suchen. Die Informationsangebote des Fernsehens helfen ihnen kaum, ihren Horizont zu erweitern. Im Gegenteil, sie sind für die meisten kontraproduktiv, weil zu komplex, zu drastisch oder zu banal. Nachrichten bleiben den meisten Kindern unverständlich oder verschrecken sie."5