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Die Zivilistin oder der Zivilist sind die einzigen HandlungsträgerInnen, die den Fortgang einer kriegerischen Handlung ernsthaft in Frage stellen und verhindern können. Sie sind die potentiellen Störenfriede, die das friedliche Miteinander der Menschen entscheidend vorwärtstreiben können.
positiv: Das Fernsehen sollte im Interesse des Friedens vor allem auch über Zivilisten berichten. Ihre Anzahl ist in aller Regel sehr viel größer als die der bewaffneten Soldaten. Was die Zivilisten hinter und vor der Front bewegt, dürfte im allgemeinen wichtigier sein, als die Militärnachrichten über eigenommene "Hochburgen", zerstörte Panzer. Die Friedensinteressen der Zivilisten sind durch das Medium verstärkt in Erfahrung zu bringen, um militärisches Handeln nach und nach auch auf dem Bildschirm als Destruktion der Humanität erfahrbar zu machen.
negativ: Die Ausklammerung des zivilen Lebens bei der Kriegsberichterstattung verstellt den Sinn für ein konstruktives Miteinander nach dem Schweigen der Waffen. Menschen aus der "Dritten Welt" werden im Fernsehen zu selten in ihrer "zivilen" Privatheit skizziert. Die Totale der Kamera über ein afrikanisches Flüchtlingslager ist in diesem Sinne noch kein konstruktiver Beitrag. Der Zivilist im Lager hat Anspruch auf Wort, Bild und Stimme, wenn der Beitrag nicht allein voyeuristischer Befriedigung dienen soll.